Das Grunddilemma: die Überregulierung

 


Das Steuerrecht ist geradezu ein Paradebeispiel für überbordende Vorschriften, deren Inhalt sich dem Steuerpflichtigen in der Regel auch nach Monaten des Studiums nicht erschließt (obgleich er doch durch seine Unterschrift unter die Steuererklärung bestätigen soll, diese "nach bestem Wissen" ausgefüllt zu haben). Allen politischen Absichtserklärungen zum Trotz ist der „große Wurf“ einer nachhaltigen Steuervereinfachung bisher ausgeblieben. Nach wie vor erscheinen weltweit mehr als zwei Drittel der Veröffentlichungen zum Thema „Steuern“ in deutscher Sprache, ein überzeugender Beleg für die offenbar ungebrochene Regelungswut des Gesetzgebers. Von der Merz´schen Forderung nach der "Einkommensteuererklärung auf dem Bierdeckel" sind wir jedenfalls noch meilenweit entfernt.


Die Komplexität und die ständigen Veränderungen des hiesigen Steuerrechts stellen für jeden Berater eine echte Herausforderung dar und sehen ihn häufig in keiner beneidenswerten Situation: die vom Mandant dank unserer Beratung erwartete Planungssicherheit auf der Basis klarer Gesetzes-Grundlagen findet in jüngerer Zeit immer weniger statt. Gründe dafür sind „mit heißer Nadel“ gestrickte Gesetze, die handwerkliche Fehler aufweisen oder aber Gesetze, deren Verfassungswidrigkeit so offensichtlich ist, dass man auf ihrer Grundlage kaum eine seriöse Beratung aufbauen kann.


Dennoch bietet das bestehende Steuerrecht in seiner Gesamtheit dem Fachmann weiterhin genügend Möglichkeiten der steuersparenden Gestaltungen. Komplexe und angreifbare Gesetze führten in der Vergangenheit noch immer zu Ausweichstrategien, die dem Mandanten zum Vorteil gereichten.


Dies ist - zu Recht - einer der Gründe, warum Sie die Dienste eines versierten Steuerberaters in Anspruch nehmen.