Weihnachtsfeier darf teurer werden

Neuer Gestaltungsspielraum für steuerfreie Betriebsveranstaltungen

 

In den nächsten Wochen wird es in den meisten Unternehmen – wie in jedem Jahr – eine Weihnachtsfeier geben. Oftmals wird dafür auch etwas mehr ausgegeben, beispielsweise für einen Theaterbesuch mit anschließendem Dinner oder eine Betriebsveranstaltung mit Weihnachtsessen und musikalischer Umrahmung, zu der gern auch die Ehepartner der Mitarbeiter eingeladen werden. Doch hierbei sind steuerliche Höchstbeträge zu beachten. Pro Mitarbeiter dürfen je Betriebsveranstaltung inklusive Mehrwertsteuer nicht mehr als 110 EUR ausgegeben werden und zwar jährlich maximal für zwei Veranstaltungen. Diese Grenze bedeutet: Werden die 110 EUR auch nur geringfügig überschritten, sind die gesamten Aufwendungen steuerpflichtiger Arbeitslohn. Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge fallen an.

Nicht alle Kosten sind auf die 110 EUR anzurechnen

Noch im vergangenen Jahr sah der Bundesfinanzhof keine Veranlassung, die 110-EUR-Grenze zu beanstanden. Doch mit zwei aktuellen Urteilen haben die Bundesfinanzrichter diese steuerliche Freigrenze aufgeweicht und indirekt angehoben. Sie entschieden, dass die Kosten für die Ausgestaltung einer Betriebsveranstaltung, insbesondere Mietkosten und Kosten für organisatorische Tätigkeiten eines Eventveranstalters nicht in die Ermittlung der 110-EUR-Grenze einzubeziehen sind. Vielmehr sind nur solche Leistungen zu berücksichtigen, die auch konsumiert werden können, also vor allem Speisen, Getränke, kulturelle und künstlerische Darbietungen. Die dafür aufgewendeten Kosten sind grundsätzlich gleichmäßig auf alle Teilnehmer aufzuteilen, d. h. sowohl auf die Arbeitnehmer, deren Ehepartner als auch auf andere Gäste. Damit kann für eine Betriebsveranstaltung künftig meist mehr ausgegeben werden.

Betriebsfeiern, an denen auch die Ehepartner der Mitarbeiter teilnehmen dürfen, können das Betriebsklima fördern. Ehegatten erhalten dadurch einen besseren Einblick in die Tätigkeit ihrer Partner und können mehr Verständnis für erforderliche Überstunden oder ungewöhnliche Arbeitszeiten aufbringen. Ziel von solchen Betriebsfeiern ist daher vor allem die Kontaktpflege unter den Mitarbeitern. Somit steht das betriebliche Interesse im Vordergrund und die auf miteingeladene Ehepartner entfallenden Kostenanteile führen beim Mitarbeiter nicht zu Arbeitslohn. Der auf Begleitpersonen entfallende Anteil der Kosten wird den Mitarbeitern bei der Berechnung der Freigrenze somit grundsätzlich nicht mehr als eigener Vorteil zugerechnet. Bisher durften für den Mitarbeiter und seinen Partner insgesamt nicht mehr als 110 EUR ausgegeben werden. Anders sind nur Veranstaltungen zu beurteilen, die nicht vom Arbeitgeber selbst durchgeführt werden und einen eigenen Wert besitzen, wie Besuche von Musicals oder Konzerten anlässlich einer Betriebsfeier. Werden Ehepartner zu solchen Betriebsveranstaltungen mit eingeladen, sind auch die für diesen aufgewendeten Kosten in die 110-EUR-Grenze einzubeziehen.

Hinweis: Wird die 110 EUR-Grenze pro Arbeitnehmer überschritten, kann der Arbeitgeber auch zukünftig die Kosten für die Veranstaltung pauschal versteuern. In diesem Fall trägt der Arbeitgeber die 25 %ige Lohnsteuer. Sozialversicherungsbeiträge fallen bei der Pauschalversteuerung dagegen nicht an.

(Stand: 07.11.2013)

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