Was ab Januar 2015 zu beachten ist

 

 

Ermäßigter Steuersatz für Hörbücher

Wer bislang ein Buch kauft, muss nur 7 % Umsatzsteuer zahlen. Für eBooks fallen hingegen 19 % Umsatzsteuer an. Ab dem 1. Januar 2015 gilt der ermäßigte 7 %ige Umsatzsteuersatz auch für die Lieferung von Hörbüchern. Voraussetzung ist, dass auf der CD-ROM, dem USB-Speicher oder der Speicherkarte ausschließlich die Tonaufzeichnung der Lesung eines Buches gespeichert sind. Jugendgefährdende Medien, Hörspiele und -zeitungen sowie Downloads sind nicht begünstigt. Wird bei einem Buch zusätzlich eine Downloadmöglichkeit als eBook eingeräumt (Produktpaket), muss der Umsatz in einen 7 %igen und 19 %igen Anteil aufgeteilt werden. Bis zum 31. Dezember 2015 billigt es die Finanzverwaltung jedoch, wenn Produktpakete noch einheitlich mit 7 % umsatzbesteuert werden.

Geburtstagspräsente dürfen zukünftig mehr kosten

Geschenke an Arbeitnehmer sind lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn, bloße Aufmerksamkeiten je-doch nicht. Aufmerksamkeiten sind Blumen, Bücher, Tonträger oder Genussmittel bis zu einem Wert von 60 EUR (40 EUR bis 31. Dezember 2014), die ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer oder dessen Angehörigen aus Anlass eines besonderen persönlichen Ereignisses, z. B. des Geburtstages oder der Hochzeit zuwendet.

Arbeitsvermittler erbringen umsatzsteuerfreie Leistungen

Die Leistungen von privaten Arbeitsvermittlern sind ab dem 1. Januar 2015 umsatzsteuerfrei, wenn der Arbeitsvermittler als Träger nach dem Sozialgesetzbuch zugelassen ist oder Verträge mit gesetzlichen Trägern der Grundsicherung oder mit juristischen Personen des öffentlichen Rechts abgeschlossen hat, die diese Leistungen mit dem Ziel der Eingliederung in den Arbeitsmarkt durchführen. In den Rechnungen darf daher keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden. Soweit umsatzsteuerfreie Vermittlungsleistungen erbracht werden, ist jedoch der Vorsteuerabzug ausgeschlossen.

Freibetrag ersetzt Freigrenze

Die Besteuerung von Betriebsveranstaltungen ändert sich. Zunächst war geplant, die Freigrenze von 110 EUR pro Arbeitnehmer und Betriebsveranstaltung (für maximal zwei Veranstaltungen pro Jahr) auf 150 EUR zu erhöhen. Nun werden die 110 EUR beibehalten, jedoch als Freibetrag. Das bedeutet, dass nur der Teil der Aufwendungen für eine Betriebsveranstaltung steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn wird, der 110 EUR je Arbeitnehmer und Betriebsveranstaltung (für maximal zwei pro Jahr) übersteigt. In die Ermittlung des 110-EUR-Freibetrages sind jedoch alle Aufwendungen des Arbeitgebers einzubeziehen. Der auf Begleitpersonen von Mitarbeitern entfallende Kostenanteil ist dem Mitarbeiter zuzurechnen.

Nur geringe Erleichterungen bei den Aufzeichnungspflichten nach MiLoG

Nach dem Mindestlohngesetz (MiLoG) müssen alle Unternehmen, die Mini-Jobber und Aushilfen beschäftigen oder zu den im Arbeitnehmerentsende- und im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz aufgelisteten Branchen gehören, bereits seit dem 16. August 2014 strengere Aufzeichnungspflichten erfüllen. Sie sind verpflichtet, für ihre Arbeitnehmer den Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit ihrer Arbeitnehmer aufzuzeichnen und diese Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Erleichterungen gibt es nur wenige, z. B. für Kurierdienste, Postzusteller oder Winterdienste, die ausschließlich mobil tätig sind, keinen konkreten Vorgaben zur Arbeitszeit unterliegen und sich diese eigenverantwortlich einteilen können. Mit den Arbeitszeitnachweisen können Zoll, Sozialversicherungsträger und Finanzämter schnell überprüfen, ob der Mindestlohn von 8,50 EUR brutto je Arbeitsstunde gezahlt wird.

Schonfrist wird bis zum 30. Juni 2015 verlängert

Unternehmer, die Tablet-Computer und Spielekonsolen oder Edelmetalle und unedle Metalle an einen anderen Unternehmer liefern, dürfen seit dem 1. Oktober 2014 nur noch Rechnungen ohne Umsatzsteuer erteilen. Die Umsatzsteuer schuldet der Leistungsempfänger (Reverse-Charge-Verfahren). Nur bei Lieferungen an Endverbraucher oder Nichtunternehmer muss weiterhin mit offen ausgewiesener Umsatzsteuer abgerechnet werden. Damit betroffene Unternehmer ihre Rechnungsstellung und Softwareprogramme anpassen können, räumt die Finanzverwaltung eine Schonfrist bis zum 30. Juni 2015 ein. Es wird also insoweit nicht beanstandet, wenn bei Lieferungen von Tablet-Computern, Spielekonsolen, Edelmetallen und unedlen Metallen der liefernde Unternehmer noch eine Rechnung mit Umsatzsteuer erteilt.

(Stand: 29.12.2014)

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