Umsatzsteueraufteilung bei pauschalen Menüpreisen strittig

Bei „Außer-Haus-Sparmenüs“ drohen Umsatzsteuernachzahlungen

 

Viele gastronomische Unternehmen bieten Sparmenüs zu Pauschalpreisen an, die aus Speisen und Getränken bestehen. Werden diese Sparmenüs "Außer-Haus" verkauft, so unterliegen die Speisen dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % und die Getränke dem Regelsteuersatz von 19 %. Doch nach welchem Schlüssel ist ein einheitlicher (verbilligter) Menüpreis auf die beiden Bestandteile „Essen“ und „Getränke“ aufzuteilen? Hier sind verschiedene Möglichkeiten vorstellbar.

Beispiel:

Ein Gastronom bietet ein Essen für 3,00 EUR sowie ein Getränk für 2,00 EUR als „Außer-Haus-Sparmenü“ zum einem pauschalen Menüpreis von 4,00 EUR an.

Den gewährten Rabatt von einem EUR zieht er in voller Höhe vom Preisanteil des Getränks ab. Er versteuert damit nur noch den verbleibenden Getränkeanteil von 1,00 EUR mit 19 % und den Speiseanteil von 3,00 EUR mit 7 %. Somit fallen für jedes „Außer-Haus-Sparmenü“ insgesamt 0,40 EUR Umsatzsteuer an (1,00 EUR * 19 % = 0,19 EUR zuzüglich 3,00 EUR * 7 % = 0,21 EUR).

Doch die Finanzverwaltung und auch die Richter des Finanzgerichts Schleswig-Holstein halten diese Aufteilung für unzutreffend. Sie sind der Auffassung, dass der Gesamtpreis für das Menü nach dem Verhältnis der Einzelpreise der im Menü enthaltenen Speisen und Getränke aufzuteilen ist.

Danach ergäbe sich folgende Aufteilung:

  • Mit 7 % zu versteuern wäre ein Speiseanteil von (3/5 * 4,00 EUR =) 2,40 EUR.
  • Mit 19 % zu versteuern wäre ein Getränkeanteil von (2/5 * 4,00 EUR =) 1,60 EUR.

Somit würde insgesamt 0,47 EUR Umsatzsteuer pro Sparmenü anfallen (2,40 EUR * 7 % = 0,17 EUR zuzüglich 1,60 EUR * 19 % = 0,30 EUR) und damit pro Menü 7 Cent mehr. Das ist zwar scheinbar nicht viel mehr. Doch auf das Jahr hochgerechnet, wirkt sich die unterschiedliche Aufteilung der Umsatzsteuer deutlich auf den Rohgewinn aus. Bei durchschnittlich 100 Sparmenüs an 350 Tagen pro Jahr muss 2.450 EUR mehr Umsatzsteuer gezahlt werden und der Gewinn vor Steuern sinkt um 2.450 EUR.

Hinweis: Noch liegt keine endgültige Entscheidung vor. Die Finanzrichter haben die Beschwerde zum Bundesfinanzhof zugelassen. Es bleibt also abzuwarten, zu welchem Ergebnis die obersten Finanzrichter kommen werden.

(Stand: 11.12.2012)

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