Stichtag 15. Dezember 2014 nicht vergessen!

Aktienverluste können nur mit Verlustbescheinigung verrechnet werden

 

Nicht jede Kapitalanlage bringt den gewünschten Ertrag. Gerade im Wertpapierbereich gibt es spekulative Anlagen, die zu hohen Verlusten führen können. Um einem Totalverlust zu entgehen, veräußern Anleger oftmals ihre Aktien mit Verlust, wenn die Kurse anfangen, zu fallen. Verluste aus Kapitalvermögen, insbesondere aus dem Verkauf von Wertpapieren und Aktien, werden, soweit möglich, von den Banken zunächst mit den im laufenden Jahr erzielten positiven Kapitalerträgen verrechnet. Um diese Verrechnungen durchführen zu können, legen die Banken für jeden ihrer Kunden zwei Verlustverrechnungstöpfe an. In einen Verrechnungstopf gehen die Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren ein, weil diese nur mit Gewinnen aus Wertpapierverkäufen ausgeglichen werden dürfen. Eine Verrechnung mit Zinsen, anderen Kapitalerträgen oder anderen positiven Einkünften ist nicht zulässig. In dem anderen Verlustverrechnungstopf werden alle anderen negativen Einnahmen aus Kapitalanlagen, beispielsweise gezahlte Stückzinsen, angesammelt. Soweit die Verluste die positiven Kapitalerträge übersteigen, trägt die Bank die verbleibenden Verluste auf das Folgejahr vor. Die Verluste verfallen damit nicht, sondern werden mit den positiven Erträgen des Folgejahres verrechnet.

Verlustbescheinigung muss bis 15. Dezember 2014 beantragt werden

Die laufende Verrechnung von Verlusten mit Gewinnen ist nur möglich, wenn die Wertpapiere bei der gleichen Bank gehalten werden. Gewinne und Verluste, die bei verschiedenen Banken entstehen, sind nur bei der Veranlagung zur Einkommensteuer verrechenbar. In der Anlage KAP zur Einkommensteuererklärung müssen dann die Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen aufgeführt werden. Die Steuerbescheinigungen über die von der Bank einbehaltene Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % sowie den Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer sind anzufügen. Doch es gibt noch eine weitere wichtige Voraussetzung: Verluste können bei der Veranlagung zur Einkommensteuer nur verrechnet werden, wenn auch Verlustbescheinigungen von der jeweiligen Bank vorliegen, bei der die Verluste entstanden sind. Diese Bescheinigung muss bis zum 15. Dezember 2014 beantragt werden. Achtung, es handelt sich hierbei um eine sogenannte Ausschlussfrist. Das bedeutet, die Frist kann nicht verlängert werden. Liegen alle Bescheinigungen vor, werden die Verluste mit den Gewinnen verschiedener Banken verrechnet und die zu viel gezahlten Steuern erstattet.

Verlustbescheinigung ist nicht immer sinnvoll

Eine Verlustbescheinigung sollte immer dann beantragt werden, wenn die Aktiengewinne die während des Jahres angesammelten Verluste übersteigen. Sind die Gewinne geringer als die Verluste, kann es dennoch sinnvoll sein, eine Verlustbescheinigung zu beantragen. Dies gilt insbesondere dann, wenn innerhalb der nächsten Zeit, z. B. im Folgejahr eher nicht mit weiteren Aktiengewinnen zu rechnen ist. Die Verluste aus 2014 können in diesem Fall zwar nicht vollständig verrechnet werden. Der verbleibende Verlustanteil geht jedoch nicht verloren, sondern wird vom Finanzamt gesondert festgestellt und kann verrechnet werden, sobald in einem Kalenderjahr wieder Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren entstanden sind. Anders sieht es aus, wenn schon zu Beginn des Folgejahres bei der Bank, bei der 2014 ein Verlust entstanden ist, mit einem Gewinn aus der Veräußerung von Wertpapieren gerechnet wird. Dann kann es sinnvoll sein, keine Verlustbescheinigung zu beantragen, denn so könnte die Bank den Verlust im Jahr 2015 (noch vor Auszahlung der Steuererstattung für 2014) verrechnen und würde keine bzw. weniger Abgeltungsteuer einbehalten. Es müsste also nicht erst auf den Steuerbescheid gewartet werden, um den Verlust steuerlich geltend zu machen. Eine Verlustbescheinigung macht aber auch dann wenig Sinn, wenn zwar Gewinne entstanden sind, auf diese jedoch keine Abgeltungsteuer einbehalten wurde, weil der Bank ein Freistellungsauftrag vorlag.

Hinweis

Prüfen Sie, ob es sinnvoll ist, für 2014 Verlustbescheinigungen zu beantragen. Wird kein Antrag gestellt, schreibt die Bank die Verlustverrechnungstöpfe fort. Werden dann in 2015 beim gleichen Kreditinstitut Aktien mit Gewinn veräußert, verrechnet das Kreditinstitut die fortgeschriebenen Verluste.

(Stand: 17.11.2014)

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