Steuervereinfachung kostet Steuervergünstigungen

Geplante Änderungen belasten Arbeitnehmer und Arbeitgeber

 

Nachdem erste Steueränderungen für 2013 und 2014 bereits beschlossen sind, plant der Gesetzgeber weitere Steuervereinfachungen. Doch die Freude wird getrübt, denn im selben Atemzug sollen diverse steuerliche Vergünstigungen eingeschränkt werden. Auch ein höherer Arbeitnehmerpauschbetrag kann hierbei die möglichen Nettoeinbußen nicht kompensieren.

Höhere Werbungskostenpauschale verspricht mehr als sie hält

Der Arbeitnehmerpauschbetrag soll von 1.000 EUR auf 1.130 EUR erhöht werden. Die Nettolöhne werden sich dadurch aber kaum spürbar erhöhen. Bei einem Steuersatz von 30 % werden jährlich gerade einmal 41,15 EUR Steuern gespart (Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag). 57,60 EUR sind es bei einem Steuersatz von 42 %. Arbeitnehmer, die ohnehin schon höhere Werbungskosten als 1.130 EUR jährlich haben, wie z. B. Berufspendler, profitieren von dem höheren Pauschbetrag zudem überhaupt nicht. Sie können wie bislang auch die tatsächlich angefallenen höheren Aufwendungen abziehen.

Monatliche Pauschale für häusliches Arbeitszimmer geplant

Das häusliche Arbeitszimmer ist seit jeher ein Streitthema. Aktuell können Arbeitnehmer und Unternehmer die einzeln nachgewiesenen Aufwendungen (Miete, Strom, Heizung etc.) für ein häusliches Arbeitszimmer jährlich bis zu 1.250 EUR steuerlich geltend machen, wenn ihnen für die berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Künftig soll auch hier der Rotstift angesetzt werden in Form einer monatlichen Pauschale in Höhe von 100 EUR. Zwar entfällt einerseits der lästige Einzelnachweis der Kosten. Andererseits ist in Einzelfällen weniger abziehbar. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit bildet. In diesem Fall dürfen wie bisher die gesamten Aufwendungen abgezogen werden.

Steuerfreier Sachbezug wird künftig teurer

Tankgutscheine oder Monatstickets können Arbeitnehmern aktuell bis zu 44 EUR monatlich steuerfrei gewährt werden. Doch damit soll nun Schluss sein. Es ist geplant, die monatliche Freigrenze für Sachbezüge von 44 EUR auf 20 EUR zu senken. Damit ein Arbeitnehmer nicht schlechter gestellt wird als bisher, muss der Arbeitgeber tiefer in die Tasche greifen. Statt 44 EUR müssten monatlich mehr als 60 EUR aufgewendet werden, um dem Arbeitnehmer auch zukünftig monatlich einen zusätzlichen Sachbezug von 44 EUR zu gewähren.

Nur noch zwei Drittel der Kindergartenzuschüsse steuerfrei

Auch die steuerfreien Arbeitgeberzuschüsse für die Kinderbetreuung sollen begrenzt werden. Konnten bisher die gesamten Kindergartenkosten zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn vom Arbeitgeber steuerfrei gezahlt werden, so sollen es zukünftig nur noch 2/3 der Aufwendungen sein. Darüber hinaus ist der Betrag begrenzt. Jährlich dürfen maximal (2/3 von 6.000 EUR =) 4.000 EUR steuerfrei bezuschusst werden.

Hinweis

Die geplanten Steuervereinfachungen haben einen faden Beigeschmack. Doch bisher liegt nur ein Gesetzentwurf vor. Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten Änderungen tatsächlich umgesetzt werden.

(Stand: 24.04.2013)

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