Wenn die Steuer zum Heimspiel wird

Steuerberatung für Profisportler

 

Oftmals werden an uns, die Steuerberater der European Tax & Law (ETL), Fragen über steuerliche Probleme von ausländischen Berufssportlern herangetragen. Zugegeben, das deutsche Steuerrecht ist komplex. Daher möchten wir durch diesen Artikel die Chance nutzen, Grundlegendes anzusprechen und ein bisschen Einblick zu verschaffen.

Eine der regelmäßigen Fragen lautet, wie das mit dem Besteuerungsrecht für welchen Staat funktioniert. Dies ist recht einfach zu beantworten. Deutschland hat mit vielen anderen Staaten Vereinbarungen getroffen, wer in welchen Fällen bei welchen Einkünften das Besteuerungsrecht hat. Diese Vereinbarungen, auch Doppelbesteuerungsabkommen genannt, sind mehr oder weniger stark an einer Textvorgabe orientiert, dem sogenannten OECD-Musterabkommen. Bei Mannschaftssportlern (Arbeitnehmer), wie zum Beispiel Fussballern, wurde in einer Mehrheit der Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den anderen Ländern vereinbart, dass die Einkünfte vom Staat des „Ortes der Tätigkeit“ besteuert werden dürfen. Wird also z.B. ein polnischer Fussballspieler von einem deutschen Verein verpflichtet, so darf er in Deutschland besteuert werden.

In diesem Zusammenhang kommt meißt danach die Frage, welche Kosten von den in Deutschland steuerpflichtigen Einnahmen als Fussballer abziehbar sind. Abziehbar sind Werbungskosten, also alle Aufwendungen, die durch das Arbeitsverhältnis veranlasst sind, sofern sie nicht vom Arbeitgeber steuerfrei oder pauschal versteuert erstattet worden sind.

Ein wesentlicher Bereich der Werbungskosten stellt z.B. die doppelte Haushaltsführung dar. Ein doppelter Haushalt liegt vor, wenn man außerhalb des Ortes, an dem ein eigener Haushalt unterhalten wird, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort wohnt, also aus beruflichem Anlass ein doppelter Haushalt begründet wurde. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Umzugskosten in nachgewiesener Höhe, die Kosten der Zweitwohnung, Verpflegungsmehraufwendungen der ersten drei Monate (Abwesenheit vom eigenen Haushalt mindestens 8h = 6EUR/ mindestens 14h = 12 EUR und 24h = 24 EUR)  und eine Heimfahrt pro Woche (0,30 EUR pro Entfernungskilometer) als Werbungskosten abgezogen werden. Die erste und letzte Fahrt zur Zweitwohnung kann sogar mit 0,30 EUR pro tatsächlich gefahrenen Kilometer abgezogen werden.

Weiter können z.B. auch Fortbildungskosten als Werbungskosten abgezogen werden. Unter Fortbildungskosten fallen die Aufwendungen für die berufliche Weiter- oder Fortbildung innerhalb des ausgeübten Berufes. Dazu gehören, und das dürfte besonders interessant sein, auch die Kosten für Sprachkurse, um die deutsche Sprache zu erlernen (z.B. Prüfungsgebühren, Fachliteratur, Schreibmaterial, Fahrtkosten mit 0,30 EUR pro gefahrenem Kilometer).

Ebenso interessant und auch als (vorab entstandene) Werbungskosten abziehbar dürften die Kosten für die Arbeitsplatzsuche (Bewerbungskosten) sein. Und zwar unabhängig davon, ob ein Erfolg, also ein Arbeitsverhältniss, eingetreten ist oder nicht.

Für den Abzug kommen vornehmlich die Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch, Tage- und Übernachtungsgelder, Porto, Bewerbungsmappen, Büromaterial und Internet-Kosten in Betracht (die Aufzählung ist nicht abschließend).

Nicht abziehbar sind z.B. die Kosten zum „Kennenlernen“ des Umfeldes eines zukünftigen Arbeitsplatzes, etwa die Besichtigung des Arbeitsorts und seiner Umgebung.

Natürlich bestehen noch etliche weitere Werbungskostenbereiche und andere abzugsfähige Positionen, welche aber leider aufgrund der Kürze des Artikels nicht darstellbar waren. Auch die Wahrnehmung ggf. bestehender Wahlrechte, zum Beispiel ein möglicher Weise lohnender Wechsel von der beschränkten in die unbeschränkte Steuerpflicht etc. bedürfen wie alles andere auch zumeist einer individuellen Prüfung und Beratung. Sprechen Sie uns an.

(Stand: 28.06.2011)

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