Wer für morgen vorsorgt, kann heute Steuern sparen

Rürup- und Riesterverträge sind auch für Unternehmer geeignet

 

Beiträge zugunsten eines Rürup- oder Riester-Rentenvertrages sind steuerlich als Sonderausgaben abziehbar bzw. werden durch eine Altersvorsorgezulage gefördert. Mit einem Rürup-Rentenvertrag können insbesondere Unternehmer und Freiberufler, die keinem gesetzlichen Alterssicherungssystem angehören, eine staatlich geförderte Basis- und Erwerbsminderungsrente ansparen.

Die Renten unterliegen bei der Auszahlung der Einkommensteuer. Dafür werden die eingezahlten Beiträge steuerlich begünstigt. In diesem Jahr sind bereits 72% der geleisteten Beiträge zu einer Rürup-Rente steuerlich abzugsfähig. Der abziehbare Teil wird jährlich um zwei Prozentpunkte angehoben. Ab 2025 sind dann 100% der Aufwendungen absetzbar. Maximal werden Beiträge in Höhe von 20.000 EUR bei Alleinstehenden bzw. 40.000 EUR bei Verheirateten gefördert. Das gilt jedoch nur für zertifizierte Rürup-Rentenverträge, d. h. das Vorsorgekapital ist nicht vererblich, übertragbar, beleihbar oder veräußerbar. Auch Kapitalzahlungen sind nicht zulässig. Die Altersleistungen dürfen nur als lebenslange Rente ausgezahlt werden und das frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahres. Bei Verträgen, die ab dem 01. Januar 2012 abgeschlossen werden, darf die Rentenzahlung erst nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnen. Wer mit einer Rürup-Rente vorsorgen möchte, sollte daher noch in diesem Jahr einen Altersvorsorgevertrag abschließen.

Beispiel
Ein lediger Unternehmer zahlt 20.000 EUR in einen Rürup-Rentenvertrag ein. In 2011 sind 72% der Aufwendungen, d. h. 14.400 EUR als Sonderausgaben abziehbar. Bei einem Steuersatz von 42% kann der Unternehmer dadurch 6.048 EUR Einkommensteuer sparen (20.000 EUR * 72% * 42%). Dies entspricht einer steuerlichen Förderquote von ca. 30%.

Auch Unternehmer können Riesterzulage beanspruchen
Einen Anspruch auf die staatliche Riesterförderung haben eigentlich nur Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, Beamte, Auszubildende, Arbeitslose und geringfügig Beschäftigte, die auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichtet haben. Aber auch ein Unternehmer kann eine Riesterzulage erhalten, wenn der Ehepartner zum Kreis der Riesterbegünstigten gehört und für jeden ein gesonderter Riester-Vorsorgevertrag abgeschlossen wurde.

Beispiel
Ein Unternehmer hat seine Ehefrau im Betrieb angestellt. Sie bezieht dort ein sozialversicherungspflichtiges Jahresgehalt von 25.000 EUR. Das Ehepaar hat zwei Kinder, für die ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Für die Ehefrau und den Ehemann werden zwei zertifizierte private Riesterverträge abgeschlossen.

Die Ehefrau ist in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert und somit  zulagebegünstigt. Auch der Ehemann ist zulageberechtigt, da für ihn ein eigener Vertrag abgeschlossen wurde. Zudem können zwei Kinderzulagen beansprucht werden.

Mindesteigenbeitrag pro Jahr incl. Zulagen 4% von 25.000 EUR
Zulagen (2 * 154 EUR + 2 * 185 EUR)
verbleibender Mindesteigenbeitrag

1.000 EUR
678 EUR
322 EUR

Damit wird mehr als 2/3 der Sparsumme durch Zulagen gefördert. Für ab dem 01. Januar 2008 geborene Kinder beträgt die Zulage sogar 300 EUR. In diesem Fall würden Zulagen von 908 EUR gezahlt und es verbliebe nur ein Eigenanteil von 92 EUR.

Sockelbeitrag für alle Riester-Sparer festgelegt
Ab 2012 müssen alle Zulageberechtigten einen jährlichen Mindesteigenbeitrag (Sockelbeitrag) in Höhe von 60 EUR in ihren Altersvorsorgevertrag einzahlen. Die Zulagen werden anteilig gekürzt, wenn der Mindesteigenbeitrag nicht gezahlt wird.

Tipp
Mit Riester-Kapital kann auch Wohneigentum finanziert werden (sogenanntes Wohn-Riester). Da Riester-Zulagen auch bei einer Verlegung des Alterswohnsitzes ins EU-Ausland nicht mehr zurückgezahlt werden müssen, kann Wohn-Riester zukünftig auch  für einen Altersruhesitz im Süden verwendet werden.

(Stand: 29.09.2011)

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