Neues Jahr, neue Regeln

Steuerliche Änderungen im Überblick

 

Der Gesetzgeber hat seine Hausaufgaben erledigt und das Jahressteuergesetz 2016 pünktlich beschlossen. Daneben treten ab Januar 2016 weitere gesetzliche Regelungen in Kraft, die steuerliche Änderungen mit sich bringen.

Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag und Kindergeld angehoben

Derzeit sind zu versteuernde Einkommen bis 8.472 Euro steuerfrei. Dieser steuerliche Grundfreibetrag wird um 180 Euro angehoben und beträgt ab dem Jahr 2016 damit 8.652 Euro. Für jedes Kind gibt es ab dem 1. Januar 2016 monatlich zwei Euro mehr Kindergeld, d. h. 190 Euro für das erste und zweite Kind, 196 Euro für das dritte Kind und 221 Euro für das vierte und jedes weitere Kind. Auch der Kinderfreibetrag wird angehoben. Je Kind und Elternteil wird ab dem Jahr 2016 ein Kinderfreibetrag in Höhe von 2.304 Euro gewährt.

Nachweispflichten für Investitionsabzugsbetrag erleichtert

Unternehmer können für geplante Investitionen bis zu 40 % der Investitionssumme als Investitionsabzugsbetrag (IAB) vom steuerlichen Gewinn abziehen, maximal 200.000 Euro. Ab 2016 müssen IAB elektronisch nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz übermittelt werden. Neu ist auch, dass es für die Bildung eines IAB nicht mehr erforderlich ist, die Funktion des anzuschaffenden bzw. herzustellenden Wirtschaftsguts zu benennen. Sie können also beliebig auf begünstigte Wirtschaftsgüter übertragen und auch mangels absehbarer Investition vorzeitig aufgelöst werden. Eine falsch bezeichnete Investition wird damit nicht mehr genauso bestraft, wie eine nicht innerhalb von drei Jahren nach Bildung des IAB getätigte Investition. Für diese wird der IAB weiterhin rückwirkend aufgelöst und die Steuernachzahlung mit 6 % jährlich verzinst.


Einen IAB können wie bisher nur Unternehmer geltend machen, deren Betriebsvermögen 235.000 Euro nicht überschreitet oder die durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung einen Gewinn von unter 100.000 Euro erwirtschaften.

Photovoltaikanlagen unterliegen der Bauabzugsteuer

Auch die Installation einer Photovoltaikanlage kann eine Bauleistung sein. Deshalb muss der unternehmerische
Leistungsempfänger ab Januar 2016 auch hier grundsätzlich einen Steuerabzug in Höhe von 15 % des Rechnungsbetrages vornehmen. Der leistende Unternehmer kann dies jedoch vermeiden, wenn er seinem Auftraggeber eine gültige Freistellungsbescheinigung nach § 48 EStG vorlegt.

Pauschalierungsgrenze für kurzfristig Beschäftigte wird angehoben

Bei kurzfristig Beschäftigten kann der Arbeitslohn pauschal mit 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer besteuert werden. Die tägliche Verdienstgrenze für diese Lohnsteuer-Pauschalierung wird von 62 Euro auf 68 Euro angehoben. Damit kann der mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro brutto je Arbeitsstunde vergütete Acht-Stunden-Tag eines kurzfristig Beschäftigten wieder pauschal besteuert werden.

Sachbezugswerte werden erhöht

Mahlzeiten, die ein Arbeitgeber arbeitstäglich unentgeltlich oder verbilligt an seine Arbeitnehmer abgibt, sind Arbeitslohn. Sie werden jedoch nicht mit dem tatsächlichen Wert der Mahlzeit lohnbesteuert, sondern nur in Höhe der wesentlich geringeren amtlichen Sachbezugswerte. Im Jahr 2016 ist eine Kantinenmahlzeit (Mittag- bzw. Abendessen) mit 3,10 Euro anzusetzen, ein Frühstück mit 1,67 Euro. Für die Logis – also die freie Unterkunft beim Arbeitgeber – beträgt der Sachbezugswert 223 Euro monatlich. Bei der Überlassung einer Wohnung ist jedoch der ortsübliche Mietpreis anzusetzen.

Lohnsteuer-Freibeträge gelten für zwei Jahre

Arbeitnehmer, deren Werbungskosten den jährlichen Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro übersteigen, können einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen. Bisher mussten Lohnsteuerfreibeträge in jedem Jahr neu beantragt werden, auch wenn sich nichts geändert hatte. Lohnsteuerfreibeträge, die für 2016 beantragt werden, gelten erstmals für zwei Jahre, also bis Ende 2017. Änderungsanträge sind jederzeit möglich. Vermindert sich der Anspruch auf die Freibeträge durch Änderungen in den persönlichen Verhältnissen, z. B. weil eine doppelte Haushaltsführung beendet wurde, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, die Veränderung seinem Wohnsitzfinanzamt mitzuteilen.

(Stand: 01.01.2016)

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