Mini-Jobs sind nur auf Antrag rentenversicherungsfrei

Minijob-Zentrale verlängert Meldefrist in Ausnahmefällen bis 30. Juni 2014

 

Seit dem 1. Januar 2013 dürfen Mini-Jobber mehr verdienen. Die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze wurde auf 450 EUR angehoben. Gleichzeitig wurde aber auch die Versicherungsfreiheit von Mini-Jobs in der gesetzlichen Rentenversicherung in eine Versicherungspflicht umgewandelt. Geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer, die ihre Beschäftigung bereits vor dem 1. Januar 2013 aufgenommen haben und auch weiterhin nicht mehr als 400 EUR pro Monat verdienen, bleiben auch künftig rentenversicherungsfrei. Für diejenigen, deren monatliches Entgelt aufgrund der Neuregelung auf bis zu 450 EUR angehoben wurde, sowie für alle Arbeitnehmer, die nach dem 31. Dezember 2012 eine geringfügige Beschäftigung aufnehmen, tritt hingegen die Rentenversicherungspflicht ein. Der Mini-Jobber zahlt dabei einen Beitrag in Höhe der Differenz zwischen dem Pauschalbeitrag des Arbeitgebers (15 %) und dem vollen Rentenversicherungsbeitragssatz (derzeit 18,9 %), d. h. 3,9 % des Entgelts. Bei einem Verdienst von 450 EUR beträgt der Eigenanteil des Mini-Jobbers somit 17,55 EUR. Bei Mini-Jobs in Privathaushalten sind 13,9 % des Entgelts aufzuwenden (18,9 % abzüglich 5 % Pauschalbeitrag des Arbeitgebers).

Befreiungsantrag muss rechtzeitig gestellt und der Minijob-Zentrale gemeldet werden

Allerdings kann sich der Mini-Jobber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Dafür muss er einen schriftlichen Antrag an seinen Arbeitgeber stellen. Will sich der Mini-Jobber von Beginn an von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, muss er dies bis spätestens vier Wochen nach Beschäftigungsbeginn beantragen. Wird der Antrag später gestellt, wirkt die Befreiung erst ab dem Zeitpunkt, in dem der Antrag gestellt wurde. Und auch der Arbeitgeber hat Fristen einzuhalten. Er muss die gewünschte Befreiung der Minijob-Zentrale, der Einzugsstelle der Sozialversicherungsbeiträge von Mini-Jobbern, melden. Diese Meldung muss spätestens innerhalb von sechs Wochen nach Zugang des Antrags erfolgen. Liegt kein Befreiungsantrag vor und versäumt es der Arbeitgeber, den Arbeitnehmeranteil abzuführen, kann er den Eigenanteil des Mini-Jobbers von diesem nur für die letzten drei Monate nachfordern. Stellen Rentenversicherungsprüfer erst später fest, dass Beiträge nachzuzahlen sind, muss der Arbeitgeber die Aufwendungen alleine tragen. Aber auch wenn der Arbeitgeber es nur versäumt hat, die Minijob-Zentrale über den Befreiungsantrag zu informieren, sind Beiträge nachzuentrichten.

Versäumte Meldungen können bis 30. Juni 2014 nachgeholt werden

Die Minijob-Zentrale gewährt Arbeitgebern eine einmalige Fristverlängerung bis zum 30. Juni 2014, um Arbeitnehmeranträge auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht der Einzugsstelle nachzumelden. Wird die Meldung bis dahin nachgereicht, ist der Mini-Job auch für den Zeitraum zwischen der Entgelterhöhung und der Meldung des Befreiungsantrags rentenversicherungsfrei. Dies gilt allerdings nur für die sogenannten "Aufstockungsfälle", d. h. für bereits vor dem 1. Januar 2013 bestehende Mini-Jobs, bei denen das Entgelt auf mehr als 400 EUR angehoben wurde. Zudem muss der Arbeitnehmer im Monat der Entgelterhöhung die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragt haben und der Arbeitgeber hat es lediglich versäumt, die gewünschte Befreiung der Minijob-Zentrale zu melden. Fehlt es hingegen bereits am rechtzeitigen Befreiungsantrag des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber, besteht vom Tag der Entgelterhöhung bis zur Wirksamkeit der Befreiung Versicherungspflicht.

Hinweis:

Prüfen Sie, ob bei Ihren Mini-Jobbern tatsächlich wirksame Befreiungen von der Rentenversicherungspflicht vorliegen. Dabei ist es unerheblich, ob der Mini-Jobber in einem Unternehmen oder im Privathaushalt beschäftigt wird. Holen Sie fehlende Meldungen schnellstens, spätestens bis zum 30. Juni 2014, nach. Wir unterstützen Sie gern. Sprechen Sie uns an!

(Stand: 16.04.2014)

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