Mehr Geld für Minijobber

Geringverdiener-Grenze soll angehoben werden

 

Maximal 400 EUR monatlich dürfen Minijobber derzeit verdienen. Doch das soll sich nun ändern. Ab dem 1. Januar 2013 soll die Geringverdiener-Grenze auf monalich 450 EUR angehoben werden. Geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse können damit flexibler ausgestaltet werden, denn bei Dauerarbeitsverhältnissen ist der Durchschnittsverdienst aus 12 Monaten entscheidend. Zukünftig können Minijobber daher jährlich bis zu 5.400 EUR ohne Abzüge verdienen, wenn das Arbeitsverhältnis während des gesamten Jahres besteht. Damit ist es auch möglich, saisonal bedingt mehr zu arbeiten, ohne dass sofort Versicherungspflicht eintritt.

Beispiel

Ein Mitarbeiter erzielt in den Monaten Januar bis Juni 2013 monatlich 350 EUR und in den Monaten Juli bis Dezember monatlich 550 EUR.

Das durchschnittliche Arbeitsentgelt beträgt:

Zeitraum   EUR
     
Januar bis Juni 6 x 350 EUR 2.100
Juli bis Dezember 6 x 550 EUR 3.300
gesamt   5.400

Das durchschnittliche Entgelt beträgt (5.400 EUR ./. 12 =) 450 EUR und würde damit nicht die ab Januar 2013 geplante Arbeitsentgeltgrenze von 450 EUR übersteigen. Der Mitarbeiter wäre damit als Minijobber geringfügig beschäftigt. Allerdings muss von vornherein vereinbart werden, dass das regelmäßige Arbeitsentgelt bestimmten Schwankungen unterliegt. Wird zunächst ein regelmäßiges Arbeitsentgelt von 350 EUR vereinbart und dieses dann auf 550 EUR angehoben, würde von diesem Zeitpunkt an Versicherungspflicht bestehen.

Zusätzlich ist ein nicht vorhersehbares Überschreiten des vereinbarten regelmäßigen Arbeitsentgelts in maximal zwei Monaten innerhalb von 12 Monaten unschädlich. Und auch lohnsteuerfreie Zusatzleistungen sind zulässig. So kann einem Minijobber zusätzlich zu einem laufenden Entgelt von 450 EUR ein Mobiltelefon oder ein Laptop auch für die private Nutzung überlassen werden, ohne dass Versicherungspflicht eintritt. Für die Sozialversicherungsfreiheit unschädlich sind auch Benzingutscheine bis zu einem Wert von monatlich 44 EUR.

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht muss beantragt werden

Bisher sind geringfügig entlohnte Beschäftigte in der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung versicherungsfrei. Der Arbeitgeber hat allerdings Pauschalbeiträge zu zahlen: 13 % zur Krankenversicherung und 15 % zur Rentenversicherung.

Die Rentenversicherungsfreiheit soll Minijobbern künftig jedoch nur noch auf Antrag gewährt werden. Angedacht ist, dass Minijobber grundsätzlich den pauschalen Arbeitgeberbeitrag (15 %) bis zum allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung (2012 19,6 % und 2013 voraussichtlich 19 %) durch eigene Beiträge aufstocken. Damit sollen auch Minijobber voll in der Rentenversicherung abgesichert werden und auch Ansprüche auf eine Erwerbsminderungsrente sowie auf die Riester-Förderung erhalten. Wer dies nicht wünscht, kann sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Hinweis: Die Neuregelung soll nur für alle neuen Verträge gelten. Altverträge werden davon nicht automatisch betroffen. Bei bereits bestehenden Verträgen kann damit auch weiterhin zur Rentenversicherungspflicht optiert werden.

Neuregelung erhöht Aufwand für Arbeitgeber und Minijobber

Die geplante Rentenversicherungspflicht erhöht den bürokratischen Aufwand, denn die bisher gesetzlich geregelte Versicherungsfreiheit von Minijobs muss künftig explizit beantragt werden. Die höhere Geringverdiener-Grenze bedeutet allerdings auch: Krankenversicherungspflichtig beschäftigt ist zukünftig nur, wer mehr als 450 EUR verdient. Bestehende Verträge sollten daher geprüft werden. Wurde die 400-EUR-Grenze nur geringfügig überchritten, ist zukünftig möglicherweise wieder eine Familienversicherung möglich. Soll die Beschäftigung dagegen krankenversicherungspflichtig erfolgen, muss das Entgelt auf über 450 EUR erhöht werden.

(Stand: 19.10.2012)

Wir sind gerne für Sie da

Arndt und Utsch
Steuerberatungsgesellschaft mbH

Hohemarkstraße 20
61440 Oberursel (Taunus) Hessen Deutschland

Tel.: Work(06171) 70080
Fax: Fax(06171) 700819 Arndt und Utsch Oberursel
E-Mail: 


Niederlassung Köln

Am Gleisdreieck 1
50823 Köln

Tel.: (0221) 579 606-0
Fax: (0221) 579 606-20
E-Mail: arndtundutsch@etl.de


Überblick: alle Kontaktdaten
Persönliche Ansprechpartner

Arndt und Utsch Oberursel
QR-Code der vCard QR

Einfach den QR-Code scannen und die Daten als Kontakt aufs Smartphone laden.

Zum Scannen mit dem iPhone empfehlen wir die kostenfreie App Qrafter.



Unser Siegel der ETL Qualitätskanzlei

European Tax & Law

Ein Unternehmen der ETL-Gruppe
Mehr Infos auf www.ETL.de

 

Mandantenportal
ETL PISA-Login

ArbeitnehmerportaleMitarbeiter-Login

Mehr Informationen zu ETL PISA

 

Entdecken Sie
die Welt von ETL

 
ETL-Gruppe
Regional verbunden, global vernetzt
ETL-Rechtsanwälte
Mehr als 300 Rechtsanwälte auf Ihrer Seite
Kanzlei Voigt
Spezialisierte Rechtsberatung im Verkehrsrecht
ETL Wirtschaftsprüfung
Lösungen für erfolgreiche Unternehmer
ETL Unternehmensberatung
Existenzgründung bis Unternehmensnachfolge
felix1.de
Online-Steuerberatung
ETL Global
Internationale Beratung
ETL Gesundheitswesen
Spezialisierte Beratungen für den Gesundheitsmarkt
ETL ADHOGA
Steuerberatung für Hotellerie und Gastronomie
ETL Franchise
Steuerberatung für Franchise-Nehmer und Franchise-Geber
ETL Personal-Kompetenzcenter
Für ein erfolgreiches Personalmanagement
ETL Agrar & Forst
Steuerberatung für Land- und Forstwirte
ETL Profisport
Beratung für Profisportler aller Disziplinen
ETL SFS
Steuerberatung für Senioren
 
×