Lohnfortzahlung und Künstlersozialabgabe im Fokus der Prüfer

 

 

Regelmäßig alle vier Jahre prüft die Deutsche Rentenversicherung jeden Arbeitgeber, ob er die  Sozialversicherungsbeiträge korrekt angemeldet und abgeführt hat. Derzeit konzentrieren sich die Prüfungen auf die richtige Berechnung des Entgelts für Lohnfortzahlungen bei Krankheit oder Urlaub.

Hierbei wird besonders darauf geachtet, ob auch Sonn- und Feiertagszuschläge sowie Nachtzuschläge mit einbezogen wurden. Das scheint zunächst unlogisch, da im Urlaub oder bei Krankheit gar nicht gearbeitet wurde. Arbeitnehmer haben jedoch auch während der Entgeltfortzahlung Anspruch auf ihr reguläres Entgelt. Daher sind neben dem Grundlohn auch regelmäßig anfallende Zuschläge, z. B. für Nachtarbeit, in die Entgeltberechnung für die Lohnfortzahlung einzubeziehen. Kann der Arbeitgeber die korrekte Berechnung nicht nachweisen, nehmen die Prüfer eine pauschale Hinzuschätzung vor und fordern die darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge nach.

Hinweis

Insbesondere bei Mini-Jobbern besteht die Gefahr, dass durch eine Erhöhung des Entgelts für zurückliegende Lohnfortzahlungszeiträume rückwirkend Versicherungspflicht eintritt.

Im Rahmen der regelmäßigen Sozialversicherungsprüfungen wird auch die Künstlersozialabgabe geprüft. Seit Januar 2015 gibt es hier deutlich mehr und intensivere Kontrollen. Dabei muss der Arbeitgeber fünfseitige Erfassungsbögen ausfüllen. Dies sollte sorgfältig erfolgen. Wird das Formular nicht ausgefüllt oder ergeben sich Unstimmigkeiten, wird umfassend geprüft, selbst wenn gar keine Abgabepflicht besteht.

Allerdings: Die Künstlersozialabgabe kann fast jeden Unternehmer treffen. Denn künstlersozialabgabepflichtig sind alle Unternehmer, die nicht nur gelegentlich künstlerische oder publizistische Werke nutzen und für ihr Unternehmen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Nur Unternehmen, die in einem Kalenderjahr nicht mehr als drei Aufträge erteilen oder insgesamt nicht mehr als 450 Euro Honorare zahlen, sind nicht
künstlersozialabgabepflichtig.

Hinweis

Wer die gesetzlichen Melde- und Aufzeichnungspflichten verletzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Es sind also nicht nur die Nachzahlungen zur Künstlersozialkasse, die für Unternehmer teuer werden können.

(Stand: 10.08.2015)

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