Hybridfahrzeuge für Vielfahrer steuerlich attraktiv

Umweltfreundliche Fahrzeuge werden steuerlich gefördert

 

Noch sind Hybridfahrzeuge in der Anschaffung wesentlich teurer als herkömmliche Fahrzeuge, denn die neue Technologie steckt noch in den Kinderschuhen. Auch gibt es bisher kein flächendeckendes Netz mit Ladestationen und Stromzapfsäulen. Daher ist es kein Wunder, dass Hybridfahrzeuge den Verkaufszahlen zufolge eher Ladenhüter sind. Doch für Vielfahrer, wie Firmen, kann sich ein Hybridfahrzeug durchaus rechnen, denn sie können die höheren Anschaffungskosten über die eingesparten Kraftstoffkosten wieder hereinholen. Auch die steuerlichen Nachteile bei der privaten Nutzung eines betrieblichen Hybridfahrzeugs wurden inzwischen beseitigt.

Steuerliche Förderung umweltfreundlicher Fahrzeuge

Bei Hybridfahrzeugen wird seit 2013 der Bruttolistenpreis für die Berechnung des steuerlichen Eigenverbrauches ab dem Jahr 2013 durch pauschale Abschläge um bis zu 10.000 EUR gemindert. Die Höhe dieses Abschlages richtet sich nach dem Zeitpunkt der Anschaffung sowie nach der Kapazität der Batterie. Der Abschlag ist damit völlig unabhängig vom tatsächlichen Aufpreis für die Batterie. Begünstigt sind nur Pkw, die über einen externen Ladeanschluss verfügen (sog. Plug-In-Hybride), nicht dagegen Hybridfahrzeuge, die lediglich die Bremsenergie speichern und in Vortrieb umwandeln. Die steuerliche Förderung ist zeitlich auf Anschaffungen begrenzt, die bis Ende des Jahres 2022 getätigt werden. Der Abschlag für die Batterie richtet sich stets nach dem Jahr der Anschaffung des Fahrzeuges. Auch bei Gebrauchtwagen ist nicht das Jahr der Erstzulassung relevant.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die steuerlichen Abschläge. Die letzte Spalte zeigt den steuerlichen Abschlag für einen aktuellen Plug-In-Hybrid-Kleinwagen.

Anschaffung im Jahr Abschlag (in EUR je KWh) maximal (in EUR) bei 6 kWh (in EUR)
2013 oder davor 500 10.000 3.000
2014 450 9.500 2.700
2015 400 9.000 2.400
2016 350 8.500 2.100
2017 300 8.000 1.800
2018 250 7.500 1.500
2019 200 7.000 1.200
2020 150 6.500 900
2021 100 6.000 600
2022 50 5.500 300

Steuerersparnis auch bei privat genutzten Hybridfahrzeug

Wird einem Arbeitnehmer ein Hybridfahrzeug auch für private Zwecke und für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte zur Verfügung gestellt, kann sich das durchaus rechnen – für den Arbeitnehmer wie für den Arbeitgeber. Zusätzlich wird auch noch etwas für die Umwelt getan.

Beispiel:

Ein Unternehmen hat im Januar 2014 ein gebrauchtes Hybridfahrzeug zum Kaufpreis von 20.000 EUR angeschafft (BLP im Zeitpunkt der Erstzulassung im Jahr 2013: 25.000 EUR). Laut Kaufvertrag des Autohauses entfielen auf die Batterie mit einer Kapazität von 6 kWh Kosten von 10.000 EUR. Das Fahrzeug wird einem Arbeitnehmer auch zur privaten Nutzung überlassen.

Lösung:

Aufgrund der Anschaffung des Fahrzeuges im Jahr 2014 und der Leistung der Batterie von 6 kWh ergibt sich ein Abschlag auf den Bruttolistenpreis von 2.700 EUR (6 kWh x 450 EUR). Der um den Abschlag geminderte Bruttolistenpreis beträgt demnach 22.300 EUR.

Der geldwerte Vorteil für die private Kfz-Nutzung nach der 1%-Methode beträgt somit (BLP 22.300 x 1 % x 12 Monate =) 2.676 EUR. Ohne den Abschlag müsste ein geldwerter Vorteil in Höhe von (BLP 25.000 x 1 % x 12 Monate =) 3.000 EUR versteuert werden. Das jährliche Einkommen sinkt damit um 324 EUR.

Bei einem Steuersatz von 30 % ergäbe sich aus der steuerlichen Förderung des Hybridfahrzeuges somit eine um ca. 100 EUR geringere Einkommensteuer. Auch die Sozialabgaben sinken. Bei einem angenommenen Beitragssatz (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) von insgesamt 40 % sind etwa 130 EUR weniger an Sozialversicherungsbeiträgen zu zahlen. Die Gesamtersparnis durch den Abschlag auf die Anschaffungskosten des Hybridfahrzeuges beläuft sich somit auf ca. 230 EUR im Jahr. Hinzu kommen die Kosteneinsparungen für den geringeren Kraftstoffverbrauch.

Hinweis:

Ob die steuerlichen Vorteile und der geringere Kraftstoffverbrauch die höheren Anschaffungskosten des Hybridfahrzeuges rechtfertigen, ist vom Einzelfall abhängig und wäre daher individuell zu prüfen. Gern sind wir Ihnen bei der Ermittlung des steuerlichen Vorteils behilflich.

 

(Stand: 29.08.2014)

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