Flexi-Rente ermöglicht höheres Alterseinkommen

Lohnabrechnung bei beschäftigten Rentnern wird komplizierter

 

Viele Rentner möchten sich zu ihrer Rente noch etwas hinzuverdienen. Besonders beliebt sind dabei Mini-Jobs – fast eine Million Rentner sind Mini-Jobber. Beschäftigungen mit einem monatlichen Entgelt von mehr als 450 Euro sind bei Rentnern dagegen weniger beliebt, weil sie meist zu drastischen Rentenkürzungen führen. Denn erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze darf ohne Rentenkürzung hinzuverdient werden. Das soll sich mit der Flexi-Rente ändern. (Teil)Rente und Hinzuverdienst können individuell miteinander kombiniert werden. Ab dem 1. Juli 2017 entfallen die starren Teilrentenstufen und Verdienstgrenzen. Künftig können jährlich 6.300 Euro anrechnungsfrei zur Alters- oder Erwerbsminderungsrente hinzuverdient werden, selbst wenn die Rente nicht das gesamte Jahr bezogen wird. Darüber liegende Verdienste werden in der Regel nur zu 40 % auf die Rente angerechnet.

Beispiel

Ein Rentner erhält eine Altersrente in Höhe von 14.400 € im Jahr und verdient 20.400 € dazu. Von dem Hinzuverdienst sind 6.300 € anrechnungsfrei. Von den verbleibenden 14.100 € werden 5.640 € (40 %) angerechnet. Es verbleibt eine Teilrente in Höhe von 8.760 € (730 € monatlich). Bisher wäre nur eine Drittel-Teilrente im Höhe von 400 € übrig geblieben.

Übersteigt die Summe aus verbleibender Rente und Hinzuverdienst den sogenannten Hinzuverdienstdeckel (monatliche Bezugsgröße x höchster Renten-Entgeltpunkt aus den letzten 15 Jahren des Verdienstes vor Renteneintritt), so wird der übersteigende Betrag zu 100 % auf die Rente angerechnet. Im Ergebnis kann dadurch die Rente vollständig entfallen.

Rentner werden rentenversicherungspflichtig

Mit dem Flexi-Renten-Gesetz werden Beschäftigungsverhältnisse mit Rentnern grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Erst nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze entfällt für den Rentner die Beitragspflicht. Versicherungsfrei bleiben zudem vor dem 1. Januar 2017 beschäftigte Rentner, die eine vorgezogene Vollrente beziehen. Der Arbeitgeber muss aber in jedem Fall seinen Anteil weiter entrichten. Rentner können künftig jedoch zur Versicherungspflicht optieren und damit ihre Rentenpunkte steigern. Auch als Mini-Jobber beschäftigte Rentner sind nicht mehr automatisch rentenversicherungsfrei. Rentner, die nach dem 31. Dezember 2016 einen Mini-Job aufnehmen, sind bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze rentenversicherungspflichtig. Sie können sich aber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Wurde der Mini-Job bereits vor dem 1. Januar 2017 ausgeübt, bleibt es bei der  Versicherungsfreiheit. Der Mini-Job Rentner kann aber darauf verzichten.

Entgeltabrechnung ist anzupassen

Arbeitgeber müssen bei Rentnern, die nach dem 31. Dezember 2016 eine Beschäftigung aufnehmen, die neuen sozialrechtlichen Vorschriften bei der Entgeltabrechnung beachten. Beschäftigte Rentner sollten informiert werden, dass sie auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichten können, um ihre Rentenansprüche aufzubessern. Erklärungen des Verzichts auf die Rentenversicherungsfreiheit wie auch Anträge auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht sind zu den Entgeltunterlagen zu nehmen.

Hinweis

Die gesetzlichen Regelungen zur Flexi-Rente sind äußerst kompliziert und vielgestaltig. Welche der vielen Möglichkeiten die günstigste ist, muss für jeden Einzelfall geprüft werden.

(Stand: 06.02.2017)

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