Finanzverwaltung prüft Verträge mit Angehörigen intensiv

Was vereinbart ist, muss umgesetzt werden

 

In Familienunternehmen ist es üblich, dass Familienmitglieder mitarbeiten, ein Darlehen gewähren oder ein Grundstück vermieten. Damit können Einkünfte innerhalb der Familie verlagert und Steuern gespart werden. Doch Vorsicht: Verträge mit Angehörigen werden von der Finanzverwaltung besonders sorgsam unter die Lupe genommen. Sie werden steuerlich nur anerkannt, wenn sie ernstlich gewollt, zivilrechtlich wirksam geschlossen und auch tatsächlich durchgeführt werden. Entscheidend ist, dass sie in gleicher Weise auch mit einem Fremden geschlossen würden. Dazu muss stets ein Fremdvergleich durchgeführt werden. Ein schriftlicher Vertrag ist nicht verpflichtend und nur hilfreich, wenn das vertraglich Vereinbarte auch umgesetzt wird.

Arbeit muss geleistet und vergütet werden

Ehepartner und Kinder helfen meist im Unternehmen mit. Doch bei Hilfstätigkeiten, die üblicherweise und unentgeltlich innerhalb der Familie geleistet werden, kommt noch kein steuerlich anzuerkennendes Arbeitsverhältnis zustande. Dies ist erst der Fall, wenn der Angehörige

  • durch seine Mitarbeit eine fremde Arbeitskraft ersetzt,
  • angemessen entlohnt wird und über sein Gehalt auch tat- sächlich verfügen kann,
  • seine vertraglich vereinbarten Arbeitsleistungen erbringt und Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer für ihn abgeführt werden.

Falls die vereinbarte Arbeitsleistung nicht erbracht wird, werden die Lohnaufwendungen nicht als Betriebsausgaben berücksichtigt. Es ist daher hilfreich, Stundennachweise zu führen. Unschädlich ist dagegen, wenn der Angehörige ohne zusätzliche Vergütung mehr arbeitet, als vereinbart ist, jedoch der Mindestlohn eingehalten wird.

Darlehensvertrag muss ausgewogen gestaltet sein

Auch bei Darlehensverträgen muss geprüft werden, ob mit einer Bank oder einem fremden Dritten ein ähnlicher Vertrag geschlossen werden könnte. Dazu gehören Vereinbarungen über

  • die Laufzeit und die Besicherung des Darlehens,
  • Art und Zeit der Rückzahlung,
  • Höhe der Zinsen und die Fälligkeitszeitpunkte.

Besonders genau prüft die Finanzverwaltung, ob ein Geldbetrag zunächst verschenkt und dann als Darlehen zurück gewährt wurde. In diesem Fall dürfen die gezahlten Zinsen nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass auch eine Bank das Darlehen in gleicher Weise gewährt hätte. Wichtig ist nur, dass die Chancen und Risiken für die Vertragsparteien ausgewogen sind.

Auch Mietnebenkosten müssen vereinbart werden

Auch Miet- und Pachtverträge zwischen Angehörigen müssen einem Fremdvergleich standhalten. Dazu gehört, dass

  • der Mieter über die gemietete Wohnung oder Gewerbeeinheit tatsächlich verfügen kann,
  • eine angemessene Miete und die Zahlung von Nebenkosten vereinbart werden und
  • Mietzahlungen tatsächlich geleistet werden.

Hinweis

Wird eine Wohnung verbilligt vermietet, sind die Mietaufwendungen nicht in vollem Umfang als Werbungskosten abziehbar. Davon ist auszugehen, wenn die Miete weniger als 66 % der ortsüblichen Miete beträgt.

(Stand: 04.04.2014)

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