Elterngeld erhöht den Steuersatz

Finanzamt setzt zu hohe Beträge an

 

Eltern, die zeitweise keiner Erwerbstätigkeit nachgehen oder nur eine Teilzeitbeschäftigung von maximal 30 Wochenstunden ausüben, um ihre Kleinstkinder zu Hause zu betreuen, haben Anspruch auf Elterngeld. Das Elterngeld beträgt zwischen 65% und 67% des durchschnittlich erzielten Nettoeinkommens in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes, maximal 1.800 EUR pro Monat. Wenn das Nettoeinkommen der Eltern vor der Geburt des Kindes unter 1.000 EUR lag, steigt der Prozentsatz schrittweise von 67% auf 100%. Aber auch Eltern, die weniger oder kein Einkommen vorweisen können, werden unterstützt. Sie erhalten mindestens 300 EUR monatlich. Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld für das zweite und jedes weitere Kind um je 300 EUR monatlich. Zusätzliche Einkünfte, das nachgeburtliche Mutterschaftsgeld sowie einkommensabhängige Sozialleistungen, wie z. B. das Arbeitslosengeld oder Wohngeld werden allerdings auf das Elterngeld angerechnet und mindern es damit.

Das Elterngeld wird zwar steuerfrei ausgezahlt, es unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet: Das Elterngeld, gemindert um den Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 EUR, erhöht den Steuersatz für das übrige Einkommen. Je nach Höhe des Familieneinkommens kann es dadurch zu Steuernachzahlungen kommen.

Steuerberechnung sollte genau geprüft werden

Viele Eltern sind während der Elternzeit teilzeitbeschäftigt. Übersteigen ihre Werbungskosten den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 EUR, können sie an seiner Stelle die tatsächlich gezahlten Aufwendungen von ihren Einkünften abziehen. Damit ist der Arbeitnehmerpauschbetrag noch nicht verbraucht und kann bei der Ermittlung des Steuersatzes vom Elterngeld abgezogen werden. So sieht es zumindest das niedersächsische Finanzgericht. Die Finanzverwaltung dagegen verweigert den Abzug des Pauschbetrages vom Elterngeld, wenn von den Arbeitseinkünften bereits tatsächliche Werbungskosten abge-zogen wurden.

Tipp

Wir empfehlen betroffenen Eltern, Einspruch einzulegen und unter Bezugnahme auf das anhängige Verfahren beim Bundesfinanzhof das Ruhen des Verfahrens zu beantragen. Gern übernehmen wir für Sie die Einlegung des Einspruchs.

(Stand: 25.07.2012)

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