Ein Jahr neues Reisekostenrecht

Finanzverwaltung hat offene Fragen geklärt

 

Seit dem 1. Januar 2014 gilt das neue Reisekostenrecht. Damit wurde die regelmäßige Arbeitsstätte von der ersten Tätigkeitsstätte abgelöst. Sie ist eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers oder eines fremden Dritten, an der der Arbeitnehmer zumindest in geringem Umfang tätig wird. Ob und wo ein Arbeitnehmer seine erste Tätigkeitsstätte hat, wird grundsätzlich durch arbeits- und dienstrechtliche Festlegungen vom Arbeit-geber bestimmt und dokumentiert. Das klingt zwar einfach, ist es jedoch nicht. Damit Unternehmer sicher sein können, dass eine von ihnen getroffene Zuordnungsentscheidung auch steuerlich wirksam ist, hat die Finanzverwaltung offene Fragen geklärt:

  • Baucontainer können erste Tätigkeitsstätten sein
  • Als erste Tätigkeitsstätte kann der Arbeitgeber auch eine Arbeitsstätte bestimmen, an der der Arbeitnehmer nur Kranken-/Urlaubsscheine abgibt. Allerdings muss der Arbeitnehmer diese Meldungen höchstpersönlich (vor Ort) abgeben.
  • Das Be- und Entladen von LKW’s ist keine eigentliche berufliche Tätigkeit eines Fernfahrers. Der Betriebshof des Unternehmens oder Kunden wird bei ihnen nach den quantitativen Kriterien somit nicht zur ersten Tätigkeitsstätte.
  • Bei einem Kunden wird keine erste Tätigkeitsstätte begründet, wenn der Arbeitnehmer dort nur einen Einkauf tätigt.

Mehr Verpflegungskosten bei Nachtarbeit erstattbar

Bei Auswärtstätigkeiten und Dienstreisen können bei einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden 12 EUR und bei ganztägigen Dienstreisen (24 Stunden) 24 EUR als Verpflegungspauschale angesetzt werden. Auch für An- und Abreisetage bei mehrtägigen Reisen können 12 EUR erstattet werden, selbst bei einer Abwesenheit von weniger als acht Stunden. Bei einer Tätigkeit über Nacht dürfen die Abwesenheitszeiten zusammengerechnet und dem Tag mit der überwiegenden Abwesenheit zugeordnet werden.

Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern Verpflegungspauschalen in Höhe von 24 EUR bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten über Nacht auch dann steuerfrei erstatten, wenn für die Übernachtung keine Kosten anfallen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Fernfahrer in seinem LKW schläft.

Auch bei Snacks sind Verpflegungspauschalen zu kürzen

Gewährt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bei einer Dienstreise oder einer vorübergehenden Auswärtstätigkeit eine Mahlzeit, sind die Verpflegungspauschalen zu kürzen: um 4,80 EUR für das Frühstück und je 9,60 EUR für ein Mittag- oder Abendessen. Allerdings spielt es keine Rolle, zu welcher Uhrzeit eine Mahlzeit eingenommen wird und welchen Wert eine Mahlzeit tatsächlich hat. Vielmehr geht es darum, zu welchem Zweck – als Frühstück, Mittag oder Abendessen – eine Mahlzeit gewährt wurde. Auch ein Snacks oder ein Imbiss kann daher eine Mahlzeit darstellen und die Kürzung der Verpflegungspauschalen auslösen.

Hinweis

Das gilt auch für Mahlzeiten, die bei einer Beförderung im Flugzeug, Zug oder auf einem Schiff unentgeltlich angeboten werden, sofern die Rechnung für das Ticket auf den Arbeitgeber ausgestellt ist und von diesem getragen wird.

(Stand: 20.01.2015)

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