Der flächendeckende Mindestlohn kommt

Auf Unternehmer kommen mehr Kosten und Bürokratie zu

 

Ab dem 1. Januar 2015 kommt der flächendeckende Mindestlohn. Danach haben grundsätzlich alle abhängig beschäftigten Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Entlohnung von wenigstens 8,50 EUR brutto je Arbeitsstunde. Doch nicht nur die erhöhten Personalkosten bereiten vielen Unternehmen im Dienstleistungsbereich, Handel und in der Gastronomie Kopfzerbrechen. Arbeitgeber müssen sich auch auf zusätzliche Aufzeichnungspflichten einstellen. Wer keinen Mindestlohn zahlt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 EUR bestraft werden. Subunternehmer haften dabei grundsätzlich für die Pflicht des Generalunternehmers zur Zahlung des Mindestlohns.

Nur wenigen Personengruppen muss kein Mindestlohn gezahlt werden

Das Mindestentgelt gilt unabhängig von der Qualifikation des Arbeitnehmers. Ein fehlender Berufsabschluss, ungenügende Sprachkenntnisse oder gar die Herkunft des Arbeitnehmers rechtfertigen keine Ausnahme. Auch Aushilfen, Mini-Jobbern und Rentnern muss der Mindestlohn gezahlt werden.

Es gibt nur wenige Ausnahmen, z. B. für Auszubildende, Langzeitarbeitslose oder Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Auch für Praktikanten, die im Rahmen ihrer Ausbildung ein Pflichtpraktikum oder in Vor-bereitung einer Ausbildung ein Schnupperpraktikum absolvieren, gelten Ausnahmen.

Gesamtes Gehaltsgefüge des Unternehmens steht auf dem Prüfstand

Unternehmer müssen zunächst einmal kalkulieren, wie viel sie der Mindestlohn kostet. Neben dem Stundenlohn von 8,50 EUR brutto fallen 22,375 % Lohnnebenkosten an. Jede Arbeitsstunde kostet den Arbeitgeber damit mindestens 10,40 EUR. Zudem steht das gesamte Gehaltsgefüge im Unternehmen auf dem Prüfstand. Muss auch das Gehalt von langjährigen und höher qualifizierten Mitarbeitern aufgestockt werden, wenn Berufsanfänger und Ungelernte den Mindestlohn erhalten? Die Personalkosten werden kräftig steigen.

Damit der Gewinn nicht sinkt, muss gegengesteuert werden. Daher sollten Kalkulationen und Arbeitsabläufe überprüft werden. Aber auch die Überführung von Mini-Job-Arbeitsverhältnissen in Midi-Jobs kann die Lohnnebenkosten senken.

Nachweispflichten werden ausgeweitet

Mit dem Mindestlohn kommen auf viele Arbeitgeber zusätzliche Nachweispflichten zu. So müssen künftig nicht nur Zeitarbeitsfirmen und Arbeitgeber bestimmter Branchen, wie Baugewerbe und Fleischwirtschaft den Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit ihrer Arbeitnehmer aufzeichnen. Betroffen sind auch diejenigen Arbeitgeber, die kurzfristige Aushilfen und Mini-Jobber beschäftigen. Die Aufzeichnungen sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Verstöße gegen die Aufzeichnungspflichten werden mit einer Geldbuße von bis zu 30.000 EUR geahndet.

(Stand: 03.11.2014)

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