Aufteilung der Kosten für Heimarbeitsplatz umstritten

 

 

Aufwendungen für ein häusliches Büro können steuerlich nur abgezogen werden, wenn

  • für die berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht oder
  • das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet.

Damit ist es für viele Freiberufler, gewerbliche Unternehmer und Arbeitnehmer nicht mehr möglich, Aufwendungen für ihr häusliches Arbeitszimmer steuerlich abzusetzen, obwohl sie dieses für ihre berufliche Tätigkeit nutzen. Meist scheitert es daran, dass ein anderer Arbeitsplatz im Betrieb zur Verfügung steht. Der Arbeitsplatz muss nicht individuell sein. Wird dagegen noch eine Nebentätigkeit ausgeübt, für die kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, dürfen die Kosten des Arbeitszimmers bis zu 1.250 EUR pro Jahr geltend gemacht werden. Nutzen Ehegatten gemeinsam ein Arbeitszimmer, wird dieser Höchstbetrag auf beide aufgeteilt. Nur wenn ein Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet, dürfen die Aufwendungen unbegrenzt abgezogen werden. Entscheidend ist dabei nicht die Dauer des Aufenthalts in dem Zimmer, sondern ob der qualitative Schwerpunkt der Tätigkeit im häuslichen Büro liegt.

Teilweise Privatnutzung unschädlich

Oftmals werden häusliche Arbeitszimmer nicht ausschließlich betrieblich genutzt, sondern auch privat. Dann dürfen gar keine Kosten abgezogen werden, meint die Finanzverwaltung. Doch eigentlich können Aufwendungen aufgeteilt werden, wenn die betriebliche Nutzung nicht nur von untergeordneter Bedeutung ist. Es ist daher unverständlich, warum dies nicht auch für häusliche Arbeitszimmer gelten sollte. Selbst die Bundesfinanzrichter zweifeln und haben den Großen Senat des Bundesfinanzhofes gebeten zu klären, ob

  • Aufwendungen für häusliche Arbeitszimmer aufzuteilen sind, wenn sie beruflich und privat genutzt werden,
  • der auf den beruflichen Anteil entfallende Aufwand als Betriebsausgabe bzw. Werbungskosten abziehbar ist.

Hinweis

Bis zur Entscheidung des Großen Senats empfehlen wir, Aufwendungen für häusliche Arbeitszimmer auch dann geltend zu machen, wenn sie nicht nahezu ausschließlich beruflich genutzt werden. Lehnt die Finanzverwaltung dies ab, sollten Sie Einspruch einlegen und ein Ruhen des Verfahrens beantragen. Wir unterstützen Sie gern!

(Stand: 07.04.2014)

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