Auf die Formulierung kommt es an

Vorschriften zur umsatzsteuerrechtlichen Rechnungslegung geändert

 

Kunden verlangen nicht nur einwandfreie Lieferungen und Leistungen, sondern auch eine ordentliche Rechnung. Damit diese auch umsatzsteuerlich korrekt ist, muss sie eine Vielzahl von Angaben enthalten:

  • Aussteller und Empfänger der Rechnung,
  • Rechnungsnummer und -datum,
  • Zeitpunkt und Art der erbrachten Leistung,
  • die Höhe des Entgelts sowie
  • Angaben zur Umsatzsteuer und die Steuernummer.

Darüber hinaus haben sich bei einigen Vorschriften zur umsatzsteuerlichen Rechnungslegung Änderungen ergeben.

Hinweis auf „innergemeinschaftliche Lieferung" erforderlich

Lieferungen an einen Unternehmer in einen anderen Staat der Europäischen Union sind umsatzsteuerfrei, wenn die gesetzlich geforderten Beleg- und Buchnachweise erbracht werden. Dazu gehört auch der ausdrückliche Hinweis „innergemeinschaftliche Lieferung". Ein Rechnungszusatz „VAT@zero for export" ist nicht korrekt, da es sich hierbei auch um eine Lieferung in einen Nicht-EU-Staat handeln könnte.

Hinweis auf Reverse-Charge-Verfahren notwendig

Die Umsatzsteuer schuldet in der Regel der leistende Unternehmer. Doch in bestimmten Fällen geht die Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger über (sogenanntes Reverse-Charge-Verfahren). Betroffen sind vor allem sonstige Leistungen, die an einen ausländischen Unternehmer erbracht werden. In den Rechnungen muss auf den Übergang der Steuerschuldnerschaft hingewiesen werden. Dabei ist der genaue Wortlaut einzuhalten: „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers" – und zwar in deutscher Sprache bei allen Rechnungsausstellern mit Sitz in Deutschland.

Deutsche Vorschriften der Rechnungsausstellung gelten

Bislang musste die Rechnung nach dem Recht des EU-Staates ausgestellt werden, in dem sich der Leistungsort befand. Das war aufgrund der steuerrechtlichen Unterschiede und sprachlicher Barrieren meist kompliziert. Zukünftig wird es einfacher: Für die Rechnungsangaben gilt immer das Recht des Staates, in dem der leistende Unternehmer seinen Sitz hat. Damit müssen sich deutsche Unternehmer bei Leistungen in einem anderen Mitgliedstaat ausschließlich nach den deutschen Regeln zur Rechnungsausstellung richten.

Gutschriftsverfahren erfordert zusätzliche Angaben

Provisionen bei Handelsvertretern werden oftmals im sogenannten Gutschriftsverfahren abgerechnet. Das bedeutet: Der Leis-tungsempfänger stellt die Rechnung aus und nicht der leistende Unternehmer. Solche Rechnungen müssen das Wort „Gutschrift" enthalten. Ansonsten liegt keine ordnungsgemäße Ab(Rechnung) vor und dem Leistungsempfänger wird möglicherweise der Vorsteuerabzug verwehrt. Achtung: Liegt der Leistungsort in einem anderen Mitgliedstaat und wird im Gutschriftsverfahren abgerechnet, gilt das Recht dieses Landes. Ein deutscher Leistungsempfänger muss dann die Rechnung nach den Vorschriften des ausländischen Umsatzsteuerrechts erteilen.

Tipp

Die geänderten Vorschriften müssen alle EU-Mitgliedstaaten in nationales Recht umsetzen. Wir empfehlen Ihnen, alle Neuerungen ab sofort zu berücksichtigen. So sind sie bestens gewappnet, wenn die Gesetzesänderungen in Kraft treten.

(Stand: 16.07.2013)

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