Antragsfrist nicht versäumen

Anträge auf Erlass der Grundsteuer müssen bis 31. März gestellt werden

 

Auch wenn Wohnungen oder Gewerberäume vorübergehend nicht vermietet sind, fallen für den Eigentümer noch Fixkosten an. Dazu gehört neben den Grundgebühren für Heizung, Strom und Wasser sowie den Prämien für die Haftpflichtversicherung auch die Grundsteuer. Besonders bei lang andauerndem Leerstand fehlen die Mieteinnahmen, um die laufenden Kosten zu decken. Vermieter haben jedoch die Chance, zumindest bei der Grundsteuer Kosten zu sparen. Die Grundsteuer wird teilweise erlassen, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Voraussetzungen erfüllt werden und der Vermieter den Erlass der Grundsteuer rechtzeitig beantragt. Vermieter erhalten dann einen Teil der bereits vorausgezahlten Grundsteuer zurück.

Leerstand muss unverschuldet sein

Die Grundsteuer wird teilweise erlassen, wenn es sich um einen unverschuldeten, sogenannten strukturellen, Leerstand handelt. Davon ist auszugehen, wenn die normalen Mieterträge um mehr als 50 % gemindert sind. Die Grundsteuer wird pauschal in Höhe von

  • 25 % erlassen, wenn der normale Rohertrag um mehr als 50 % gemindert ist,
  • 50 % erlassen bei einer 100 %igen Ertragsminderung.

Auch bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und bei eigengewerblich genutzten bebauten Grundstücken kann die Grundsteuer erlassen werden. Voraussetzung ist hierbei, dass es nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Betriebs unbillig wäre, die Grundsteuer zu erheben. Bei unbebauten Grundstücken kommt ein Erlass der Grundsteuer dagegen nicht in Betracht.

Ausschlussfrist 31. März 2014 darf nicht versäumt werden

Für Erlassanträge für das Jahr 2013 läuft die Antragsfrist am 31. März 2014 ab. Es handelt sich hierbei um eine gesetzliche Frist, die nicht verlängert werden kann. Wer also erst nach dem 31. März 2014 einen Antrag stellt, hat seine Chance auf einen Grundsteuererlass für 2013 vertan. Sollte es Probleme geben, die Ertragsminderung fristgemäß nachzuweisen, kann eine Begründung des Antrags nachgereicht werden. Der (gegebenenfalls noch unbegründete) Antrag muss aber auf jeden Fall bis zum 31. März gestellt werden. Wir sind Ihnen gern dabei behilflich.

(Stand: 17.02.2014)

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